Nasenarbeit

Da der Beagle mit den besten Geruchssinn unter den Hunden besitzt ist regelmäßige Nasenarbeit das A und O um Ihren Beagle artgerecht zu halten, ihn zu fordern, auszulasten und glücklich zu machen.

Dabei ist wichtig zu wissen wo die Stärken und Schwächen des Beagle Riechorgans liegen. Fährten liest der Beagle meist in seiner beliebtesten Pose – Kopf runter, Nase dicht über dem Boden und Schwanz nach oben.

Dies tut der Beagle weil er Fährten dicht am Boden am besten wittern kann. Bei Fährten über die Luft tut er sich schwerer. Aus diesem Grund eignet sich der Beagle zur Jagd, während er bei anderen Tätigkeiten seltener zum Einsatz kommt.

Zum Aufspüren von Drogen, Schimmel oder zur Bergrettung kann der Beagle sicherlich auch ausgebildet werden. Andere Rassen tun sich mit diesen Aufgaben allerdings leichter, da sie die Fährte über die Luft wahrnehmen können und oft auch noch auf Sicht arbeiten.

Dies soll aber nicht heißen, dass der Beagle sich nicht dazu eignet Personen wieder zu finden. Das sogenannte Mantrailing wird auch unter Beagle Besitzern immer beliebter. Dabei muss der Beagle sein Herrchen oder eine andere Person über den Körpergeruch auffinden. Sie können dieses Training selbst zu Hause üben.

Mantrailing – Übungsanleitung:

Früher nahm man an, dass Hunde Menschen über deren Hautschuppen erkennen, die jeder Mensch ständig verliert. Heute geht man davon aus, dass der Hund jeden individuellen Körpergeruch – eine Mischung aus Schweiß, Talg und Hormonen – erkennt. Das Mantrailing macht sich dies zu nutze und zielt darauf ab, dass der Beagle eine Person über den Geruch aufspürt.

  • die Zielperson versteckt sich. Der Beagle darf dies nicht sehen. Im ersten Step sollte das Versteck nicht all zu weit entfernt und nicht zu schwer gewählt werden
  • Halten Sie Ihrem Beagle nun ein Kleidungsstück der Zielperson vor die Nase und lassen Sie ihn daran schnüffeln
  • im Idealfall wird der Beagle sogleich die Fährte aufnehmen und nach der Zielperson suchen. Geben Sie KEIN Suchkommando. Es ist auch nicht nötig dem Beagle ein Zeichen zu geben oder ihm die Richtung zu weisen. Am besten verhalten Sie sich ganz passiv und lassen Ihren Beagle einfach seine Arbeit machen. Folgen Sie ihm lautlos und loben Sie ihn ausgiebig sobald er die Zielperson gefunden hat
  • wiederholen Sie das Training regelmäßig und steigern Sie Schritt für Schritt den Schwierigkeitsgrad

Einen interessanten Beitrag hierzu finden Sie hier auf den Seiten von Hund Katze Maus (Vox Magazin) und auf den Seiten des K9 Suchhunde-Zentrums.

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