Beagle an der Leine führen

Ein Beagle Welpe sollte so schnell es geht an sein Hundehalsband, sein Hundegeschirr und an das Gehen an der Leine gewöhnt werden.

Der beste Ort zum Trainieren der Leinenführigkeit ist ein Park oder eine größere Wiese. Dort fühlt sich Ihr Beagle Welpe wohl und ist zudem rasch von den vielen Gerüchen und Eindrücken abgelenkt. Außerdem findet eine Verknüpfung mit dem Tragen des Halsbandes bzw. Anbringen der Leine und dem Aufenthalt draußen sowie dem Spazierengehen statt.

Schritt 1:

Im Grünen angekommen lassen Sie Ihre kleine Spürnase vorab am Halsband oder Hundegeschirr schnuppern und zeigen Sie ihm was Sie ihm da gleich umlegen werden.

Tipp: damit der Beagle Welpe das Halsband oder das Hundegeschirr als vertrauten Gegenstand wahrnimmt macht es Sinn neu gekaufte Halsbänder oder Geschirre vorab mit einem vertrauten Körpergeruch in Verbindung zu bringen. Dazu können Sie die Gegenstände einige Tage vorher ins Hundekörbchen (Geruch des Beagles) legen oder in Ihre Tasche stecken (Geruch des Herrchens).

Beim Anlegen des Halsbandes sollten Sie darauf achten, dass es nicht zu fest aber auch nicht zu locker sitzt. Ggf. starten Sie mit einer etwas lockeren Einstellungen, warten die Reaktion Ihres Beagles ab und ziehen das Halsband Step by Step etwas straffer. Beobachten Sie Ihren Beagle nach Anlegen des Halbsbandes genau – bleibt er locker oder ist er durch den Gegenstand am Hals oder Körper irritiert? Geben Sie Ihrem Beagle nun ausreichend Zeit sich an das neue Gefühl zu gewöhnen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Beagle entspannt ist und sich an das Geschirr oder Halsband gewöhnt hat machen Sie mit Schritt zwei weiter.

Schritt 2:

Befestigen Sie nun die Leine und geben Sie Ihrem Beagle etwas Freiraum. Anschließend locken Sie ihn mit Hilfe eines Kommandos zu sich. Sie können hierbei selbstverständlich ein Leckerlie zu Hilfe nehmen. Wenn Ihr Welpe zu Ihnen gelaufen kommt loben und streicheln Sie ihn ausgiebig. Damit diese Übung in Fleisch und Blut übergeht sollten Sie sie regelmäßig und mehrmals am Tag wiederholen.

Tipp: sollte Ihre Beagle nicht zu Ihnen kommen, stehen bleiben oder gar in eine andere Richtung laufen wollen, so zerren Sie bitte NICHT an der Leine! Es reicht aus wenn Sie Ihrem Beagle mit Hilfe von leichtem Ziehen die richtige Richtung zu zeigen.

Leinenführigkeit generell: viel zu oft sieht man Hundebesitzer die Ihren Hund an der Leine hinter sich herziehen, von anderen Hunden wegreißen oder gar von Ihrem Hund an der Leine hinterhergezogen werden.

In jedem dieser Fälle ist eines sofort klar – die Kommunikation zwischen Hund und Hundehalter funktioniert nicht. Viel zu oft verlassen sich Hundebesitzer auf die vermeintliche Sicherheit die ihnen die Leine zu bieten scheint – und hören dadurch auf mit Ihrem Hund zu kommunizieren.

Die Leine beim Hund ist NICHT zu verwechseln mit den Zügeln beim Pferd. NICHT mittels der Leine wird dem Hund gezeigt in welche Richtung er zu gehen hat, NICHT über die Leine wird dem Hund gesagt, dass er zum Herrchen kommen soll … dies alles ist die Aufgabe von Kommandos.

Die Leine ist grundsätzlich nur ein Hilfsmittel, das in erster Linie aufgrund der Leinenpflicht wichtig ist. Sie bietet gerade im Straßenverkehr oder beim Umgang mit fremden Hunden Sicherheit. Die Kommunikation mit Ihrem Hund sollte aber dennoch mit Hilfe von Kommandos stattfinden.  Je weniger Sie an der Leine zerren, desto mehr machen Sie in der Zusammenarbeit mit Ihrem Beagle richtig. Dies sollten Sie beim Gassigehen und beim Erlenen der Leinenführigkeit immer bedenken und Ihr Verhalten regelmäßig hinterfragen.

 

 

 

 

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Comments are closed.