Erbrechen beim Beagle

Der Beagle kann sich wie alle Hunde leicht übergeben. Dies ist von der Natur so gewollt. Zum Einen sind Hunde darauf geeicht Fressen aufgrund der Konkurrenz im Rudel schnell hinunter zu schlingen. Dass dabei auch nicht fressbare Gegenstände mit aufgenommen werden ist sehr wahrscheinlich. Diese werden anschließend wieder entfernt indem sich der Hund übergibt.
Ein weiterer Grund für das leichte Brechverhalten der Hunde ist, dass Wölfe ihrem Nachwuchs im Bau Fressen zur Fütterung wieder hervor würgen.

Grundsätzlich ist das Erbrechen ein wichtiger SchutzREFLEX (Reflex=durch einen Reiz ausgelöster automatisch ablaufender Prozess). Das Erbrechen sollte daher nicht durch Tabletten unterdrückt werden. Der Beagle würgt Fremdkörper oder Giftstoffe durch das Erbrechen hervor und wird sie dadurch los.

Da Erbrechen ein wichtiges Anzeichen für ernsthafte Erkrankungen sein kann, sollten Sie in der Lage sein krankhaftes oder gar auf eine Vergiftung hinweisendes Erbrechen von einer “einfachen” Magenverstimmung zu unterscheiden. Achten Sie daher genau auf die Art und Weise, die Intensität und Häufigkeit des Erbrechens.
Grundsäztlich gilt, je häufiger das Erbrechen stattfindet, je kürzer die Abstände dazwischen und je intensiver (z.B. Erbrechen von Blut) desto ernsthafter ist die Erkrankung und um so schneller sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

Die drei Phasen des Erbrechens beim Beagle

Übelkeits-Phase:
Anzeichen für Übelkeit können Schmatzen, leeres Schlucken, Unruhe und Herumlaufen, häufiges Gähnen und starker Speichelfluss sein. Die Speichelproduktion dient im Falle der Übelkeit dazu die Speiseröhre zu befeuchten und den sauren Mageninhalt zu neutralisieren. Ermöglichen Sie es Ihrem Beagle daher den Speichel zu schlucken und wischen Sie diesen nicht ab.
Ein weiteres Indiz für Übelkeit ist das Fressen von Gras.

Würge-Phase:
Beobachten Sie Ihren Beagle in dieser Phase genau. In der Regel zieht sich nun die Bauchmuskulatur und das Zwerchfell zusammen. Der Kehlkopf ist dabei geschlossen. Um Unterdruck in der Brusthöhle und Überdruck in der Bauchhöhle zu erzeugen bewegt sich der Brustkorb nach aussen und die Bauchdecke nach innen, während der Rücken nach oben gekrümmt und der Kehlkopfdeckel geschlossen ist (Luft kann nicht eingeatmet werden). Durch den Unterdruck wird der Mageninhalte in die Speiseröhre gepumpt – es kommt zum Erbrechen.

Brech-Phase:
Der Magen entleert sich nun. In der Brusthöhle findet ein Wechsel von Unterdruck zu Überdruck statt. Das Maul ist offen. Der Kehlkopf ist geschlossen damit der Beagle das Erbrochene nicht einatmet. Nach dem Erbrechen leckt und schluckt der Beagle stark. Es ist möglich, dass der Beagle anschließend ein weiteres Mal erbricht.

 

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